So ein Kabarettprogramm ist wie der Semmering-Basistunnel – eigentlich nie fertig.
Doch um es zu formen, braucht es Chaos, Größenwahn und ein Publikum mit hoher Fehlertoleranz. Seien Sie dabei, wenn Rohdiamanten geschliffen werden oder grandios im Sand verlaufen. Ein Werkstattbericht mit einer 100%-Kein-Geld-zurück-Garantie. Sie zahlen Eintritt, Klaus Eckel zahlt mit Mut – ein faires Geschäft.
Warum bis zur Premiere warten, wenn das Scheitern zwischendurch viel unterhaltsamer ist?
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Romeo muss heim, von Wien nach Oberösterreich. Die Oma liegt im Sterben. Wieder mal. Die Reise in sein Heimatdorf ist für Romeo auch eine Zeitreise zurück in seine eigene Kindheit und Jugend. Er trifft seine alte Jugendliebe wieder, die er damals in der Schulzeit leider nicht küssen durfte. Ihre Familie hatte es verboten. Ein bissl deswegen, weil Romeo die falsche Hautfarbe hatte. Hauptsächlich aber, weil er zu wenig Hektar hatte (Anm.: Null).
Romeo besucht daheim im Dorf ein Zeltfest, auf dem immer noch die gleiche Band wie vor 15 Jahren spielt, und wo ihn immer noch die selben Nazis wie vor 15 Jahren verprügeln wollen. Herrlich ist das, wenn manche Dinge im Leben einfach immer gleich bleiben.
Umgeben von Grillhendl-Duft und leicht betrunken von einer ganzen Schachtel Jägermeister wird Romeo nostalgisch. Soll er am Ende gar nicht mehr zurück nach Wien, wo die Menschen zwar liberaler - aber leider auch fader sind? Ist doch das Dorf hier seine wahre Heimat? Was ist denn Heimat überhaupt? Kann man auf sein Vaterland stolz sein, wenn man seinen eigenen Vater nicht kennt?
In seinem zweiten Kabarett-Programm „HEIMWEH“ spricht Romeo Kaltenbrunner über sein Aufwachsen am Land, und wie es ist, wenn man fremder aussieht, als es der eigene Familienname und der Dialekt vermuten lassen.
Website Romeo Kaltenbrunner
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In ihrem zweiten Soloprogramm „Calm your tits“ serviert Julia Brandner eine gehörige Portion österreichischen Schmäh – ehrlich, frech und urkomisch. Mit messerscharfer Zunge und entwaffnender Offenheit spricht sie über die Absurditäten von Hochzeiten, peinliche Celebrity Crushes, offene Beziehungen und ihre eigene Bisexualität. Zwischen Dates mit toten Fischen, gesellschaftlichen Tabus und Selbstironie trifft sie immer genau ins Schwarze –manchmal provokant, oft charmant, aber immer zum Brüllen komisch. Wer glaubt, schon alles gehört zu haben, sollte erst mal ihre Stories hören.
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"Einmal im Leben", denkt sich Elli, "will ich so mutig sein wie eine Stadttaube."
In ihrem dritten Programm "fAngst?" zeigt Elli Bauer wie wir Menschen mit Angst tanzen. Um Angst herumtanzen. Aber auch wie wir aus unserer Angst wieder heraustanzen können. Wie kratze ich gekonnt eine juckende Stelle, die man in der Öffentlichkeit nicht kratzen darf, ohne die Hände zu
benutzen? Wie stehe ich, nachdem ich gestolpert bin, lässig vom Boden wieder auf? Wie oft kann ich ein Stück Marmorkuchen vom Buffet holen, um beim Vernetzungstreffen mit niemandem reden zu müssen? Lassen Sie sich von Elli an der Hand nehmen und erleben Sie einen Bachata der Neurosen. Tanzen Sie Tango mit Ihren Sorgen und präsentieren Sie Ihre Unsicherheiten mit Jazz-Hands.
Das Leben ist ein konstanter Balance-Akt mit Hebefigur. Denn, wenn wir das Gleichgewicht verlieren, rufen wir doch alle das gleiche: fAngst mi?
Website Elli Bauer
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