heute morgen Samstag, 18.August 2018 Sonntag, 19.August 2018 Montag, 20.August 2018 Dienstag, 21.August 2018 Mittwoch, 22.August 2018
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Top-Termine

Die angeführten Programme stehen in den nächsten Monaten im Niedermair zur Premiere. Die genauen Termine finden Sie jeweils unter der Beschreibung:

Arnulf Rating: "Tornado"

"Tornado" - Arnulf Rating

Arnulf Ratings aktuelles Kabarettprogramm ist eine Reise in die Welt der Manipulation. Wir können uns heute jederzeit unsere Blutfettwerte anzeigen und die Bundesligaergebnisse an jedem Ort der Welt runterladen – aber in welcher Lobby unser erwählter Abgeordneter in Brüssel entscheidet, was demnächst bei uns auf den Tisch kommt – davon haben wir keine Ahnung.

Aus dem gelobten Informationszeitalter haben wir uns unversehens mit ein paar Klicks ins Postfaktische katapultiert. Die Verwirrung ist groß. Politiker und professionelle Welterklärer sind sauer. Früher bestimmten sie, was eine Nachricht war und wie sie formuliert wurde. Sie brauchten nur eine Krawatte und ein Nachrichtenstudio, um die Wahrheit zu verkünden. Heute kann jeder Depp aus seinem Badezimmer höhere Klickzahlen erreichen als der elegante Sprecher in seinem gebührenfinanzierten Nachrichtenstudio. Seit Trump per Twitter regiert und russische Trolle unsere Wahlen beeinflussen, ist der Alarm groß: Die Demokratie ist in Gefahr.

Arnulf Rating führt uns auf eine Exkursion in digitale und andere Welten und zeigt, welche Spinner und Spindoktoren an unserem Weltbild drehen. Mit guter Beobachtungsgabe, Scharfsinn und Sprachwitz filtert er aus dem Sprachmüll der Meldungen den Rohstoff heraus. Er weiß: Der Schnee von gestern kann die Lawine von morgen sein.

Helmut Schleich: "Kauf, du Sau!"

"Kauf, du Sau!" - Helmut Schleich

Ja, genau. Sie haben schon richtig gehört. Sie sollen kaufen. Und wenn Sie nichts kaufen, fliegen Sie raus! Denn: Wer nicht flüssig ist, ist überflüssig. Und überflüssige Menschen haben im Paradies der schönen neuen Warenwelt nichts verloren. Die verschmutzen nur das Konsumklima. Aber Sie sollen nicht nur kaufen. Sondern auch verkauft werden. Nämlich für dumm. Weil Waren und Wahrheiten sich leichter unters Volk bringen lassen, wenn keiner zu genau hinschaut … An jeder Ecke steht ein Maulheld, der die neueste Zukunftsidee anpreist: Egal ob Europa, Digitalisierung, 3D-Drucker oder künstliche Intelligenz – überall Perspektiven, die keine sind. Oder zumindest nur für diejenigen, die auf dem Sonnendeck der Globalisierung sitzen. Das geht Helmut Schleich gehörig gegen den Strich. Und deshalb rückt der Münchner Kabarettist in seinem Programm „Kauf, Du Sau!“ der vom Kaufrausch narkotisierten Gesellschaft mit seinen zugespitzten Bosheiten zu Leibe – bis die Konsumblase platzt! Helmut Schleich ist eine der markantesten Größen in der deutschsprachigen Kabarett-Landschaft. Das Fernseh- und Radiopublikum kennt ihn vor allem als Gastgeber seiner eigenen Polit-Kabarettsendung „SchleichFernsehen“, die im Bayerischen Fernsehen und der ARD läuft, sowie als Kolumnist des staririschen Wochenrückblicks „Angespitzt“ im Bayerischen Rundfunk. Egal ob auf der Bühne, im Hörfunk oder TV – Helmut Schleich nimmt seine Zuschauer mit auf abenteuerliche Reisen in die Tiefen der deutschen Befindlichkeit und führt ihnen ganz nebenbei die ergötzlichen Absurditäten des Alltags vor Augen. Seine Soloprogramme wurden unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2013, dem Bayerischen Kabarettpreis 2015 und dem Salzburger Stier 2017 ausgezeichnet.

Gunkl & Walter: "Herz und Hirn 2"

"Herz und Hirn 2" - Gunkl & Walter

Es kann doch nicht sein, dass man wissen will, ob die Doppeltilde gestisch onomatopoetisch begründet ist. Es kann doch nicht sein, dass man sich verliebt, ohne zu wissen in wen. Es kann doch nicht sein, dass man sich überlegt, ob ein Tor in der zweiten Halbzeit rechnerisch vor einem Tor in der ersten Halbzeit desselben Spiels gefallen sein kann. Es kann doch nicht sein, dass Trivial Pursuit zu einer Nahtoderfahrung führt.

Doch, es kann sein. Es kann auch sein, dass der eine die Welt mit dem Herzen und der andere mit dem Hirn sieht, und sie trotzdem gut miteinander auskommen.

 

Es gibt kein Thema, aber es geht um alles. Wenigstens auszugsweise. Und wenn

Ihnen unterwegs etwas einfällt, was nach Erörterung schreit, werden wir das

von allen denk- und fühlbaren Seiten beleuchten. Seien Sie eingeladen, jeden

Abend mit uns neu zu gestalten!

Pepi Hopf: "Gemmas an"

"Gemmas an" - Pepi Hopf

„Gemmas an“ entspricht im Englischen „let´s go“ – jedoch ohne optimistischen Unterton. Es bedeutet die ureigene Einstellung des Österreichers zur Arbeit: „Freuen tuats mi ned, aber es hilft ja nix.“ Unser Verhältnis zur Arbeit könnte seltsamer nicht sein. Wir studieren, damit wir uns bei der Arbeit nicht anstrengen müssen und um dann unser Geld ins Fitnessstudio zu tragen. Warum ist es profitabler Verantwortung zu tragen, als einen Sack Zement? Und wohin geht die Reise? Viele Kapitäne, keine Matrosen? Wird es in Zukunft noch Arbeit geben, oder gehen schon bald Roboter für uns zum AMS? Sind die Arbeiterparteien die neuen Arbeitslosenparteien? Und wird die Arbeit jemand vermissen, wo doch schon meine Großmutter sagte:“ Lieber mit Dreck handeln, als mit Gold arbeiten.“

Stefan Haider: "Freifach: Herzensbildung"

"Freifach: Herzensbildung" - Stefan Haider

Wenn Ihre gegenwärtige Beziehung eine Ausbildung wäre – wofür würden Sie kämpfen? Für die Einführung der täglichen Turnstunde? Für mehr naturwissenschaftliche Versuche?
Für mehr Autonomie? Oder doch für bessere Technik?!
Braucht es wirklich die zweite lebende Fremdsprache oder reicht es, wenn wir uns auf Deutsch missverstehen? Sollten Vermögensbildung und Herzensbildung abwechselnd am Stundenplan stehen oder müssen wir uns für eines von beiden entscheiden?
Und warum überhaupt dem Herzen folgen, wenn das Navi soviel präziser ist?
Viele Fragen, eine Antwort: Ich weiß es noch nicht!

Stefan Haider stellt in seinem neuen Soloprogramm die Frage nach dem Sinn des Wissens. Egal, ob für die Schule oder für das Leben - was denn überhaupt lernen? Und wofür? Was Hänschen nicht lernt, hätte Hans vielleicht sowieso nicht gebraucht! Zeit für

Freifach: Herzensbildung! So wird Bildung wieder zum Wohlfühlthema.

Mathias Novovesky: "Einzelhaft"

"Einzelhaft" - Mathias Novovesky

Der Kabarettist mit dem unaussprechlichen Namen holt aus, mit Brechstange und Dietrich zum Befreiungsschlag. Bequem ist es. Langweilig. Niemand sonst da, das Essen nicht gut. Mit sich alleine klar zu kommen ist einfach, die Anderen sind die Aufgabe. Mathias Novovesky gebiert sich, befreit sich aus dem wohlig warmen Nest der Einsamkeit, raus aus dem Mutterleib, weit raus aus der Komfortzone, in Richtung Mitmenschen, dahin wo es weh tut. Geburten sind immer mit Schmerzen verbunden, mit Blut und Schwitze. Sollten Sie eher der kuschelige Typ sein: ein Schwedenofen, eine volle Bonbonniere, ProSieben, RTL2 oder Sat1, eignen sich bestimmt besser, schmerzen weniger, es gibt keine Körpersäfte und die Namen sind auch leichter auszusprechen.

Regie Gabi Rothmüller

Foto Moritz Schell

RaDeschnig: "Doppelklick"

"Doppelklick" - RaDeschnig

„Das Netz hat für mich entschieden, dass ich ein Genussmensch bin - aber ob wir uns deshalb auseinander gelebt haben?“ (N. Radeschnig)

„Halt die Pappn!“ (B. Radeschnig) 

 

Sich gegenseitig zu beschimpfen ist doch immer noch der schönste Beginn für einen liebevollen Gedankenaustausch!

Mit den selben Genen, aber völlig unterschiedlichen Suchergebnissen verlassen zwei Schwestern für einen Abend die Gemütlichkeit ihrer Paralleluniversen, um sich ihre verschiedenen Sichtweisen  auf die großen Themen des Alltags ungefiltert um die Ohren zu hauen. 

Doppelklick ist ein Programm über Annäherung in Zeiten von gegenseitiger Abschottung und ein Hoch darauf, sich einfach mal so richtig anzuschreiben! 

„Frisches, zeitgeistiges Kabarett“ (Gregor Kucera, Wiener Zeitung)

„Hochkomisch und dabei blitzgescheit“ (Peter Blau, Falter)

Ulrike Haidacher: "Aus Liebe"

"Aus Liebe" - Ulrike Haidacher

In ihrem ersten Soloprogramm geht Ulrike Haidacher, ein Teil des Theaterkabarett-Duos Flüsterzweieck (Österreichischer Kabarettpreis 2017), aufs Ganze.

Kommen Sie mit ihr auf diese Party und amüsieren Sie sich! Langen Sie zu, denn unser Gastgeber, der große Künstler, hat alles für uns angerichtet: Koffeinhaltige Zuckergetränke, Baby Chicken, Prosecco, und Gertis Grammelknödel. Der Künstler findet: Wenn alle Menschen so wären wie er, dann wäre die Welt ein besserer Ort. Sie ist sich da nicht so sicher.

In Ulrike Haidachers erstem Soloprogramm geht es ans Eingemachte. Es geht um alte Partydeko, köstliche Fleischwalzen und die Poesie der menschlichen Jauche. Es geht um Opfer und Opfergaben, um Liebe zum Fremden und Hass zum Eigenen. Berauschen Sie sich in dieser literarisch pointierten Wortschlacht aus irrationalen Gefühlen und wohl formulierten Argumenten!

Ob Sie das normal finden, weiß Ulrike Haidacher noch nicht. Aber sie freut sich, wenn Sie mitkommen. Denn sie macht heute Abend nichts für sich. Sie macht alles für Sie. Vielleicht sogar für die ganze Menschheit. Sie macht es jedenfalls. Aus Liebe.

 

Von und mit: Ulrike Haidacher

Regie: Dieter Woll

 
 
 
"Zukunft" - Thomas Maurer