Christian Hölbling wächst in den steirischen Bergen auf, möchte aber gerne etwas Besonderes sein. Doch der Gentest ist enttäuschend: null Exotik. Da trifft es sich gut, dass er als Erzherzog-Johann-Darsteller ein wenig Rampenlicht bekommt. Als er es zu bunt treibt, wird er zur Strafe in eine rechtspopulistische Modellregion abgeschoben: nach Kärnten, wo Jörg Haider regiert. Wie soll er als Kabarettist dort überleben? Als Party-Clown für die Wörthersee-Schickeria? Muss er womöglich in den satirischen Widerstand gehen? Und was hat das alles mit dem Göttervater Zeus zu tun? Ein abwechslungsreiches, geistvoll-witziges Kabarett-Solo mit Kernölflecken.
Christian Hölbling verbindet wirklich Erlebtes und gut Erfundenes, eine Vielzahl an Dialekten, Zeitgeschichte und Gegenwartspolitik zu einem dichten, witzigen, abwechslungsreichen Bühnenformat. Mit scharfer Beobachtungsgabe und viel (Selbst-) Ironie erzählt Hölbling vom Seitenwechsel als Lebensprinzip – geografisch, politisch, sprachlich. Ein Programm über Heimat und Fremde, Macht und Mythos, Licht und Schatten. Denn eines ist sicher: Jedes Loch hat zwei Seiten.
Regie und Co-Autorin: Maria Weichesmüller