01 JAN
Sonntag, 19:30 Christoph & Lollo: Neujahrskonzert - Schispringerlieder

Christoph und Lollo singen Schispringerlieder. Christoph kann sehr lange auf der Bühne stehen und singen, obwohl er nicht beim Bundesheer war. Lollo muss zum Gitarre spielen auf einem Sessel sitzen, weil er keinen Gitarrengurt hat. In den Liedern geht es überwiegend um das Scheitern und Versagen von Schispringern mit interessanten Namen. In den Gesprächen, die dazwischen geführt werden, geht es überwiegend um das Scheitern und Versagen im allgemeinen. Dazu wird Bier getrunken. Das Programm „Schispringerlieder“ ist seit Jahren unverändert – wenn Christoph und Lollo nicht so vergesslich wären, würde es vermutlich jedes mal gleich klingen.
Und weil ihnen das Singen über Schispringer nach zehn Jahren zu langweilig wurde, wandten sich die beiden Liedermacher aus Wien auch anderen Themen zu. Vorwiegend solchen, zu denen es noch keine Lieder gab: das verlogene Musik-Sponsoring-Business, die Unterdrückung der Hebammen durch die Ärzte, Globalisierung, schlechter Sex, schlechte Lehrer und so weiter.

Die Welt braucht solche Lieder. Und die Welt braucht Musiker, die sich auf Bühnen stellen und diese Lieder singen. Jetzt sind Christoph & Lollo nicht mehr nur die mit den Schispringerliedern, sondern auch die, die über Themen singen, über die sonst niemand singt.

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04 JAN
Mittwoch, 19:30 Thomas Maurer: Zeitgenosse aus Leidenschaft

Man kann auf der Autobahn fahren und dabei die Klimaanlage auf Weissweintemperatur stellen.
Man kann schweißüberströmt auf dem Hometrainer sitzen und dabei nirgendwo hin kommen.
Oder für die Freiheit demonstrieren, sich eine infektiöse Lungenerkrankung einzufangen.
Oder kühl distanziert der Zeitung entnehmen, welcher unseligen Weltgegend gerade „Hilfe vor Ort“ in Aussicht gestellt wird und wer gerade wieder „Klimahysterie“ gesagt hat.
Oder einfach sitzen und schauen: An der Zeitgenossenschaft führt kein Weg vorbei.
Und Sachen, an denen man eh nicht vorbei kommt, sollte man mit Leidenschaft erledigen. Dann ist es weniger fad.

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05 JAN
Donnerstag, 19:30 Thomas Maurer: Zeitgenosse aus Leidenschaft

Man kann auf der Autobahn fahren und dabei die Klimaanlage auf Weissweintemperatur stellen.
Man kann schweißüberströmt auf dem Hometrainer sitzen und dabei nirgendwo hin kommen.
Oder für die Freiheit demonstrieren, sich eine infektiöse Lungenerkrankung einzufangen.
Oder kühl distanziert der Zeitung entnehmen, welcher unseligen Weltgegend gerade „Hilfe vor Ort“ in Aussicht gestellt wird und wer gerade wieder „Klimahysterie“ gesagt hat.
Oder einfach sitzen und schauen: An der Zeitgenossenschaft führt kein Weg vorbei.
Und Sachen, an denen man eh nicht vorbei kommt, sollte man mit Leidenschaft erledigen. Dann ist es weniger fad.

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29 JAN
Sonntag, 19:30 Elli Bauer: Überschnurchdittlich

In Überschnurchdittlich behandelt Elli Bauer den Wunsch nach allgemeingültigen, einfachen Antworten in einer Zeit, wo nicht klar ist, woran man sich noch festhalten kann. Wenn alles aus dem Ruder zu laufen scheint und man das erkennt, hält man sich für überschnurchdittlich intelligent.

Spätestens dann, wenn man eine DJ Bobo-CD unter „Alternativ“ beim Libro findet. Da weiß man, das kann nicht stimmen. Bis der Verkäufer in Libro-Uniform sagt, dass DJ Bobo als „alter Nativ“ ausgezeichnet zu der anderen deutschsprachigen Band passt, die ebenfalls dort einsortiert wurde. Bis eine Frau im Vorbeigehen meint, „alternativ“ sei ein Anagramm für „Rivalentat“ – und man sollte auf der Hut vor bunten Latzhosen und sich wiederholenden Tanzschritten sein. Bis man auf einen Lifehack-Artikel stößt indem in zehn einfachen Schritten aufgeschlüsselt wird, wie man aus fünf CD-Hüllen und einer Bio-Tomate eine Bolognese-Sauce zaubert. Und plötzlich beginnt alles im Kopf wieder zu verschwimmen und man bekommt irgendwie Lust auf Spaghetti.

Mit einem besonderen Gespür für originelle Themen und viel trockenem Humor lässt Elli Bauer das Publikum an ihrem Alltag teilhaben. So hat das letztens zumindest ihr Nachbar-Mops Princess beim Verzehren einer Ischler-Schnitte behauptet.

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30 JAN
Montag, 19:30 Malarina: Serben sterben langsam

Wie integrieren wir uns, die Serben, eine Nation deren Image seit Kaisermord und Srebrenica schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, in einem Land wie Österreich, dessen Geschichtslehrer von ebendiesem Kaisermord mit nicht nachlassender Erschütterung berichten?

Malarina lädt zu einer Geschichtsstunde von Sarajewo nach Ibiza und verarbeitet in „Serben sterben langsam“ den schmerzhaften Verlust HC Straches.

Der Weg der serbischen Gastarbeiter führte über Integration Classic hin zu Assimilation 1.0 aus Angst vor Haider. Aus Liebe zu HC Strache kam das Upgrade auf Assimilation 2.0 – Edition inklusive Xenophobie und Islamophobie extended Version.
Doch wie soll es für uns Serben ohne HC Strache weitergehen?  

Pressestimmen:
„Eine außergewöhnliche Mischung aus politsatirischer Geschichtsstunde und Ethnocomedy“ – Der Falter
„Malarina arbeitet sich charmant-scharfzüngig durch die größten Verletzungen der serbisch-österreichischen Bromance“ – Die Presse
„Malarina zählt mit ihrer Rolle als rechtsaffine Austroserbin zu den interessantesten Kabarettaufsteigern des Landes“ – Der Standard
„Klug und hochgradig amüsant“ – profil  

Weitere unabhängige Stimmen:
„Die macht das nur, um andere anzupatzen.“ – Sebastian Kurz
„Na, das hat’s im Dritten Reich nicht gegeben.“  – Jörg Haider
„Ich kenne keine Malarina, ich liebe Phillipa, hören Sie endlich auf mich anzurufen!“ – Heinz Christian Strache

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01 / 408 44 92 oder kabarett@niedermair.at